Schlägerhaltung beim Tischtennis

Es gibt zwei etablierte Schlägerhaltungen: Shakehand, benannt nach der Ähnlichkeit zum Händeschütteln, wird weltweit von der großen Mehrheit gespielt und deckt Vor- und Rückhand gleichermaßen ab. Penholder, bei der der Schläger wie ein Stift gehalten wird, dominiert vor allem in Teilen Asiens und braucht eine andere Rückhandtechnik.

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Auf dieser Seite

  1. Shakehand — die verbreitetste Haltung
  2. Penholder — der Stiftgriff
  3. Shakehand oder Penholder — der Vergleich
  4. Die richtige Haltung finden

Shakehand — die verbreitetste Haltung

Beim Shakehand-Griff umschließt die Hand den Griff des Schlägers so, wie man beim Händeschütteln eine Hand ergreift: Der Griff liegt in der Handfläche, der Zeigefinger stützt sich unten am Schlägerblatt ab, der Daumen liegt locker auf der gegenüberliegenden Belagseite. Beide Blattseiten — Vorhand und Rückhand — sind mit unterschiedlichen Belägen bespannt, meist eine schwarze und eine farbige Seite gemäß der Zweifarbenregel.

  • Griff liegt in der Handfläche, nicht in den Fingern — wie bei einem Händedruck.
  • Zeigefinger stützt unten am Blatt, gibt Kontrolle bei Rückhandschlägen.
  • Daumen liegt entspannt auf der Vorhandseite, ohne festen Druck.
  • Beide Schlägerseiten sind bespielbar, ein Umgreifen zwischen Vor- und Rückhand ist nicht nötig.
  • Der Griff bleibt für fast alle Schlagarten gleich — Topspin, Block, Konter und Schupf brauchen nur minimale Anpassung.

Der große Vorteil ist die natürliche Rückhand: Weil beide Seiten des Blatts nutzbar sind, lässt sich mit derselben Grifftechnik nach links und rechts spielen, ohne den Schläger in der Hand zu drehen. Das macht Shakehand für Anfänger einfacher zu lernen und ist der Grund, warum die weit überwiegende Mehrheit der Spielerinnen und Spieler weltweit — inklusive fast aller europäischen Vereine — mit dieser Haltung beginnt.

Penholder — der Stiftgriff

Beim Penholder-Griff wird der Schlägergriff zwischen Daumen und Zeigefinger gehalten, ähnlich wie ein Stift beim Schreiben — daher der Name. Nur eine Seite des Blatts wird für die meisten Schläge genutzt, die Finger der Rückseite liegen entweder locker am Blatt an (chinesischer Stil) oder werden aktiv zum Stützen und für einen zusätzlichen Rückhandschlag eingesetzt (japanischer bzw. koreanischer Stil mit bespielter Rückseite).

Die klassische Rückhand ist bei Penholder technisch anspruchsvoller, weil das Handgelenk stärker rotieren muss, um den Ball auf der anderen Seite zu treffen. Viele Penholder-Spieler lösen das, indem sie fast ausschließlich mit der Vorhand spielen und sich entsprechend positionieren — eine Spielweise, die enorme Beweglichkeit erfordert, dafür aber sehr variable und schwer lesbare Aufschläge ermöglicht, weil das Handgelenk freier drehen kann.

Penholder ist historisch vor allem in China, Japan und Korea verbreitet und war dort jahrzehntelang die dominante Spielweise im Spitzensport. International hat Shakehand inzwischen deutlich aufgeholt, auch weil die moderne Rückhand-Topspin-Technik mit zwei bespielten Seiten leichter umzusetzen ist.

Shakehand oder Penholder — der Vergleich

MerkmalShakehandPenholder
Verbreitung weltweitDeutlich häufigerSeltener, regional konzentriert
RückhandNatürlich, gleiche Grundtechnik wie VorhandAnspruchsvoller, oft ausweichende Spielweise
Bespielte BlattseitenBeideMeist nur eine, teils beide beim Rückseiten-Stil
Lernkurve für AnfängerFlacherSteiler bei der Rückhand
AufschlagvariabilitätGutSehr hoch, wegen freierem Handgelenk
Empfehlung für Vereinsanfänger in DeutschlandJa — Standard an fast jedem VereinNur mit gezieltem Trainerinteresse

Für so gut wie jeden Einstieg in Deutschland gilt: Ein Verein wird dir Shakehand zeigen, Trainingsmaterial, Videos und Trainer sind darauf ausgelegt, und der Wechsel zu Penholder später ist deutlich einfacher als der umgekehrte Weg. Wer Penholder ausprobieren will, sollte das gezielt mit einem Trainer tun, der die Haltung selbst beherrscht.

Die richtige Haltung finden

Als Anfänger lohnt sich kein langes Abwägen: Beginne mit Shakehand, weil sie natürlicher zu lernen ist und praktisch jeder Verein, jedes Anfängervideo und jede Trainingsstunde in Deutschland darauf ausgerichtet ist. Achte auf einen lockeren, nicht verkrampften Griff — ein zu fester Griff bremst das Handgelenk und macht Topspin und Aufschlagvariation schwerer, nicht leichter.

Kleiner Praxistest: Halte den Schläger im Shakehand-Griff und lass ihn locker in der Hand pendeln, ohne die Finger zusammenzupressen. Fühlt sich das steif an, liegt meist der Zeigefinger zu weit oben auf dem Blatt oder der Daumen drückt zu fest — beides lässt sich in wenigen Trainingsminuten korrigieren.

Häufige Fragen

Welche Schlägerhaltung sollte ich als Anfänger lernen?

Shakehand. Sie ist natürlicher zu lernen, deckt Vor- und Rückhand mit derselben Grundtechnik ab und ist der Standard, den fast jeder Verein in Deutschland vermittelt.

Was ist der Unterschied zwischen Shakehand und Penholder?

Bei Shakehand wird der Griff wie beim Händeschütteln umschlossen und beide Blattseiten sind bespielt. Bei Penholder wird der Griff wie ein Stift zwischen Daumen und Zeigefinger gehalten, meist nur eine Seite bespielt.

Ist Penholder schlechter als Shakehand?

Nein, beide Haltungen werden bis in den Weltspitzenbereich gespielt. Penholder hat eine anspruchsvollere Rückhand, dafür sehr variable Aufschläge durch das freiere Handgelenk.

Wie halte ich den Schläger im Shakehand-Griff richtig?

Griff locker in der Handfläche, Zeigefinger stützt unten am Blatt, Daumen liegt entspannt auf der gegenüberliegenden Seite. Der Griff sollte nicht verkrampft sein.

Kann ich später von Shakehand auf Penholder wechseln?

Technisch ja, in der Praxis selten sinnvoll. Der umgekehrte Weg — von Shakehand zu bleiben und nur Details zu justieren — ist deutlich üblicher als ein kompletter Grifftausch.

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