Tischtennis Aufschlag-Regeln
Ein gültiger Aufschlag beginnt mit dem Ball frei auf der flachen, offenen Handfläche hinter der Grundlinie, wird mindestens 16 cm nahezu senkrecht hochgeworfen und im Fallen getroffen — einmal auf der eigenen, einmal auf der gegnerischen Seite. Sechs Bedingungen, die alle gleichzeitig gelten müssen.
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Die sechs Bedingungen
- Der Ball liegt frei auf der flachen, offenen Handfläche der ruhig gehaltenen freien Hand. Nicht in den Fingern halten.
- Du wirfst ihn nahezu senkrecht mindestens 16 cm hoch — etwa Netzhöhe — ohne ihm Rotation mitzugeben.
- Du triffst ihn im Fallen, sodass er einmal auf deiner und dann einmal auf der gegnerischen Seite aufspringt.
- Vom Hochwerfen bis zum Treffen bleibt der Ball hinter deiner Grundlinie und oberhalb der Spielflächenebene.
- Weder Körper noch freier Arm verdecken dem Rückschläger die Sicht auf den Ball.
- Ball und Schläger befinden sich im Treffmoment oberhalb der Spielflächenebene.
Warum die Wurfhöhe vorgeschrieben ist
Die 16 cm verhindern den Aufschlag direkt aus der Hand, bei dem ein Fingerschnippen dem Ball eine Rotation mitgibt, die der Gegner nie zu sehen bekommt. Ein nahezu senkrechter Wurf mit bloßer Hand kann kaum Rotation erzeugen — alles, was der Ball danach tut, muss also vom Schläger kommen, und das kann der Rückschläger beobachten.
Der verdeckte Aufschlag ist der Regelverstoß, der im Vereinsalltag am häufigsten vorkommt. Wenn dein Gegner den Ball im Treffmoment nicht sehen kann, ist der Aufschlag ungültig — egal, wie gut er aussah.
Aufschlagfehler und Netzroller
Ein ungültiger Aufschlag ist ein Fehler: Der Punkt geht sofort an den Gegner. Einen zweiten Aufschlag gibt es im Tischtennis nicht — anders als beim Tennis hast du genau einen Versuch.
Ausnahme ist der Netzroller. Berührt der Aufschlagball das Netz und landet trotzdem regelgerecht, wird wiederholt, ohne Punktverlust und ohne Änderung am Spielstand. Wie oft das hintereinander passieren darf, ist nicht begrenzt.
Wohin der Aufschlag darf
Im Einzel darf der Aufschlag überall auf der gegnerischen Hälfte landen. Es gibt kein Aufschlagfeld und keine Diagonalpflicht — kurze Aufschläge am Netz sind genauso gültig wie lange.
Im Doppel ist es anders: Dort muss diagonal aufgeschlagen werden, von der rechten Hälfte des Aufschlägers in die rechte Hälfte des Rückschlägers. Genau dafür gibt es die weiße Mittellinie.
Aufschlagreihenfolge
Jeder Spieler schlägt zweimal auf, dann wechselt das Aufschlagrecht. Ab 10:10 wechselt es nach jedem Punkt. Wer in einem Satz zuerst aufgeschlagen hat, nimmt im nächsten Satz zuerst den Aufschlag an.
Häufige Fragen
Wie hoch muss man den Ball beim Aufschlag werfen?
Mindestens 16 cm — ungefähr Netzhöhe — nahezu senkrecht nach oben, aus der flachen offenen Handfläche und ohne Rotation.
Gibt es beim Tischtennis einen zweiten Aufschlag?
Nein. Anders als beim Tennis gibt es keinen zweiten Versuch. Ein ungültiger oder verschlagener Aufschlag ist ein Fehler, der Punkt geht an den Gegner.
Muss man im Einzel diagonal aufschlagen?
Nein. Die Diagonalpflicht gilt nur im Doppel. Im Einzel darf der Aufschlag überall auf der gegnerischen Tischhälfte aufkommen.
Was passiert, wenn der Aufschlag das Netz berührt?
Landet er trotzdem regelgerecht, ist es ein Netzroller und wird wiederholt. Landet er nicht regelgerecht, ist es ein Fehler und der Punkt ist verloren.
Darf man den Ball beim Aufschlag verdecken?
Nein. Der Ball muss vom Verlassen der Handfläche bis zum Treffmoment für den Gegner sichtbar bleiben. Verdecken mit Körper oder freiem Arm macht den Aufschlag ungültig.
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